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Jugendarbeit ist unsere Stärke Drucken E-Mail
Geschrieben von Maike Bornemann   
Tuesday, 18 March 2008
dscf0064.jpgJahresdelegiertenversammlung des Kreisschützenverbandes / Mitgliederzahl sinkt
Präsident Friedrich Wollbrandt (links) mit den erfolgreichen Schützen des Kreisschützenverbandes Uelzen.

Uelzen. Stehende Ovationen gab es am Sonnabend für Walter Schröder vom SC Linden 69 bei der Jahresdelegiertenversammlung des Kreisschützenverbandes in der Uelzener Stadthalle. 29 Jahre lang hatte Schröder auf Kreis-, Landes- und Bundesebene mit seinen Schützen Titel gesammelt. "Von der Vereinsgründung bis zur ersten Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft hat er mit seinen Schützlingen nur drei Jahre gebraucht", sagte Friedrich Wollbrandt, Präsident des Kreisschützenverbandes. Jetzt hat sich der Referent für die laufende Scheibe von seinem Amt zurückgezogen.

Als Dank und Anerkennung wurde Schröder auf der Versammlung eine besondere Auszeichnung zuteil: Er erhielt den Ehrenring des Kreisschützenverbandes (KSV) - eine Auszeichnung, die bislang nur der langjährige Schatzmeister des KSV, Heinz Böhnke, bekommen hatte.

Auch Böhnke zog sich aus dem Amt des Schatzmeisters zurück. Ihm wurde von Jürgen Wöhling, Präsident des Kreissportbundes Uelzen, die Ehrennadel in Gold des Landessportbundes verliehen. Sowohl Schröder als auch Böhnke wurden zudem von der Versammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt.

"Die Jugend ist unsere Zukunft", erklärte Präsident Wollbrandt. Insgesamt 995 jugendliche Mitglieder gehören dem Verband an. Dass in so einem großen Verband die Integration eine wichtige Rolle spiele, verstehe sich von selbst. Dessen ist sich auch Landrat Theodor Elster bewusst. "Rund 30 Prozent der Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund. Trotzdem müssen wir alte Traditionen bewusst an die Jugend weitergeben", sagte er. Wollbrandt pflichtete ihm bei: "Wer die Jugendarbeit als Kostenfaktor sieht, der bekommt keine neuen Leute."

Auch der Bundestagsabgeordnete Henning Otte war in Schützenuniform nach Uelzen gekommen. Er bedauerte, dass im jetzt verabschiedeten Waffengesetz das Alter für Jugendliche nicht von zwölf auf zehn Jahre heruntergesetzt wurde. Das nahm auch Landessportleiter Wilfried Staack zum Anlass, um Kritik an der Novellierung des Gesetzes zu üben: "Wir würden ja gerne noch mehr machen, aber man lässt uns nicht."

KSV-Präsident Wollbrandt äußerte auf der Versammlung auch mahnende Worte. "Nicht immer wurden die Vorgaben der Sportordnung eingehalten", sagte er. Zum besonderen Höhepunkt des Jahres 2007 zählte dagegen der Königsball im September.

Auch im KSV Uelzen gibt es einen Mitgliederrückgang: Mit 4574 Aktiven waren dem Verband 125 Mitglieder weniger als im Jahr 2006 gemeldet. Wollbrandt forderte daher alle Vereine auf, sich modern zu führen. "Ein Internetauftritt ist in der heutigen Zeit für jeden Verein ein Muss", betonte er.

Einen Teilnehmer-Rückgang bei den Kreisverbandsmeisterschaften verzeichnete Kreisschießsportleiter Dieter Schoppe: "Leider hatten wir nur noch 472 Starts." Er führte das auf das Fehlen von Schützenpässen zurück und forderte alle Vereine auf, für ihre Starter Pässe zu beantragen.
 
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