|
Geschrieben von Christian Körtke
|
|
Tuesday, 10 November 2009 |
Nk Bad Bevensen. Deutschland feiert den Fall der Mauer vor zwanzig Jahren. An die friedliche Wiedervereinigung Deutschlands wird allen Ortens gedacht. Beim Königsball der Bevenser Gilde wurde ebenfalls daran erinnert.
Es gehört zur Tradition, dass der König eine Rede auf das Vaterland
hält. „Was uns die Gründungsväter vor sechzig Jahren in die Verfassung
geschrieben haben ist für mich ein Meisterwerk“, sagte der König der
Bevenser Gilde, Helmut Schnatzer. Der schönste Satz der Welt sei für
ihn, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Jeder kann seine
Meinung sagen, reisen wohin er möchte und wählen. Welche Kraft hinter
dem Satz steht sei auch deutlich geworden, als vor zwanzig Jahren ein
Unrechtsstaat zum Einsturz gebracht wurde. Diese Freiheit gelte es zu
stärken und keinen Extremismus von welcher Seite auch immer zuzulassen.
Langanhaltender Beifall der Festgesellschaft nach einer eindrucksvollen
Rede. Gemeinsam wurde die Nationalhymne gesungen.
Mit einem Festmahl stimmten sich die mehr als 150 Gäste aus Politik
und Wirtschaft und befreundeten Schützen aus Weste und Groß Thondorf
mit ihren Königspaaren auf einen fröhlichen Königsball ein.
Bürgermeister Bruno Losiak erinnert in seiner Begrüßung an den großen
Jubel der ausbrach, als Helmut Schnatzer proklamiert wurde. „Es gab
niemanden, der ihm die Königswürde nicht gegönnt hat“, sagte Losiak.
Schnatzer sei ein Teil der Bevenser Gilde, dessen Eltern die Kinder
und Enkel mit dem Gilde-Virus infizierten. Er erinnerte daran, dass
Ann-Christin und Charlotte vor ihrem Vater 2006 und 2008 zu
Königswürden kamen. Launig fügt er an, dass Sohn Hendrik des
Königspaares sich bei seinen Freunden stolz „Hier ist der kleine
Prinz“ am Telefon meldete.
In seiner Rede auf die Stadt Bad Bevensen dankte Major Burkhardt
Willing dem Rat, dass die Gilde wieder Eigentümer eines Schützenhauses
geworden ist, die die Verbundenheit der Stadt mit der 1220 gegründete
Gilde zeige, um sie mit ihrer weltweit längsten Vereinstradition zu
erhalten. Er ging aber auch auf die Veränderungen in der Gesellschaft
ein. Rief zu mehr ehrenamtlich Einsatz für die Gemeinschaft auf und die
Menschen, die Führungsaufgaben übernehmen, zu unterstützen, statt
Kritik zu üben.
Mit seiner Damenrede hatte der jüngste Leutnant des Königscorps,
Markus Beckedorf, die Lacher auf seiner Seite als ein ferngesteuerter
rassiger roter Sportwagen auf das Parkett rollte und Beckedorf die
Vorzüge an Details des Sportwagens launig mit denen von Frauen
verglich. Dem stand an Fröhlichkeit aber auch an Mahnung Pastor Meyer
mit einem Wort zur Sonntag an die Festgesellschaft nicht nach.
Assistiert von den Adjutanten der Kinderkönige, Sven Siefke und Marvin
Behne zog er über den frechen Hund Snoopy und dem Lines mit der
Schmusedecke den Vergleich hin zum Glauben und der Forderung, den
Menschen mit seinen Bedürfnissen ernst zu nehmen. Der Mauerfall habe
gezeigt, was Menschlichkeit und gemeinsames Tun bewirken kann.
Nach dem wahrhaft königlichem Festmahl eröffneten Manuela und
Helmut Schnatzer schwungvoll das Tanzvergnügen. Die Band Eternity
sorgte für den richtigen Sound und ausgelassene Stimmung bis zum
Morgengrauen.
|
|
Letztes Update ( Tuesday, 10 November 2009 )
|