Erfolgreiche Schützen, darunter viele Kinder und Jugendliche, wurden vom Kreisschützenverband im Rahmen eines Empfanges in Linden geehrt. Foto: Manicke

wm  Linden. Um die Leistungen der Schützen, darunter auch viele Kinder und Jugendliche, entsprechend würdigen zu können, hatte der Kreisschützenverband (KSV) Uelzen am Sonntagvormittag zu einem Neujahrsempfang  auf dem Schießstand des SC Linden eingeladen.

BU: Erfolgreiche Schützen, darunter viele Kinder und Jugendliche, wurden vom Kreisschützenverband im Rahmen eines Empfanges in Linden geehrt. Foto: Manicke

Der Kreisschützenverband mit seinen Vereinen und Gilden habe viele Erfolge vorzuweisen, unterstrich Präsident Friedrich Wollbrandt. Herausragend sei hier der SC Linden, der von 2003 bis 2016 jedes Jahr ab den Deutschen Meisterschaften teilgenommen und viele erste Plätze errungen habe.  Ein großes Lob zollten die Schützen Walter Schröder vom SC Linden. Der inzwischen 80-Jährige habe den Grundstein für den Erfolg gelegt und sei Garant desselben, lobte Joachim Bütow, der Bürgermeister der Gemeinde Schwienau und Vorsitzender des SC Linden ist. Der Bürgermeister versprach, den Verein und insbesondere die Jugendarbeit auch weiterhin zu unterstützen.

Der Erfolg der Schützen sei ohne die zahlreichen Trainer nicht möglich, die viel Freizeit opfern würden, dankte Tobias Schulz, Vorsitzender der Kallenbrocker Schützen, in seinem Grußwort.

Es gab aber nicht nur Lob an diesem Vormittag. So gebe es einige Vereine, die nach Auffassung des Präsidenten des Kreisschützenverbandes die Jugendarbeit vernachlässigen würden. Für eine erfolgreiche Jugendarbeit sei es unter anderem wichtig, die Trainingszeiten mit den Schulzeiten abzustimmen, empfahl Wollbrandt und machte deutlich, dass das Sportschießen den Jugendlichen Spaß und Freude bringen müsse. „Die Jugendlichen sind leistungsbezogen und nehmen ihren Sport ernst“, ist Wollbrandt überzeugt.

Ebenso wie der Präsident des Kreisschützenverbandes wünschten  Bütow und Schenk allen Schützinnen und Schützen im  neuen Jahr viele Erfolge. Und davon können die einige vorweisen. So waren die Uelzener bei deutschen und Landesmeisterschaften erfolgreich (die AZ berichtete). Zwei deutsche Meistertitel – im Bogenschießen einzeln und Laufende Scheibe Schüler – holten Schützen des KSV. Auch im Lichtpunktschießen sind die Nachwuchsschützen bei den Landesmeisterschaften in Hannover erfolgreich gewesen.

Besonders hob Wollbrandt  Dr. Ute v. Schilling hervor, die im Bogenschießen fünf Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft errang.  Mit dem Meisterschaftsabzeichen des DSB ausgezeichnet wurden Dr. Ute v. Schilling (Bogenschützen Gerdau) sowie Dietmar Krause, Robert Lösekann und Benjamin Buzek (alle SC Linden).

Überreicht wurde im Rahmen des Empfanges der Jugend-Förderpreis, der mit insgesamt 600 Euro dotiert ist. Mit diesem Preis werden die Aktivitäten in den Jugendabteilungen bewertet. Der 1. Platz, dotiert mit einem Wertgutschein von 300 Euro, ging an den SV Kallenbrock. Auf dem zweiten Platz landete die Schützengilde Oetzen (150 Euro), gefolgt vom Schützenverein Bohlsen (75 Euro) und dem Schootenring Hösseringen (50 Euro). Platz fünf belegte die Bevenser Gilde (25 Euro).

„Die Zukunft einiger Vereine auf Kreisebene bereitet uns große Sorgen, wie sie die Zukunft meistern wollen, das wissen wir  nicht“, meinte Wollbrandt im Hinblick auf die  Mitgliederentwicklung. 104 Schützinnen und Schützen hätten gekündigt, so dass der KSV zum 1. Januar 2017 nur noch 3941 Mitglieder habe. 47 Herren und  47 Jugendliche sowie zehn Damen kehrten dem Schützenverband den Rücken. Jedes Mitglied, das verloren gehe, sei ein großer Verlust, unterstrich der KSV-Präsident und forderte alle auf, neue Mitglieder zu werben. Das sei nicht nur die Aufgabe der Vorstände.